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By Anne Busch

​Auf dem deutschen Arbeitsmarkt erweist sich die berufliche Geschlechtersegregation als erstaunlich stabil. Sie gilt zudem als wichtige size sozialer Ungleichheit zwischen Frauen und Männern im Erwerbsleben. Daher bedarf es einer wissenschaftlichen Klärung jener zeitlichen Persistenz sowie der Folgen der Segregation für geschlechtsspezifische Chancendisparitäten. Unter Anwendung verschiedener Theorieperspektiven und neuerer Methoden der Längsschnittanalyse untersucht Anne Busch Ursachen jener Segregation, Mechanismen ihrer Reproduktion im Erwerbsverlauf sowie die Folgen für den "gender pay gap". Wirkungszusammenhänge sucht sie dabei sowohl auf der person- als auch auf der Berufsebene. Die Ergebnisse machen deutlich, dass neben Präferenzen, Humankapital und Institutionen vor allem sozialpsychologische Prozesse der Statusdifferenzierung auf dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle für Gründe und Folgen der Segregation spielen. Insbesondere kommen offenbar geschlechtlich konnotierte Kompetenz- und Leistungserwartungen zum Tragen, welche einem Abbau der Segregation und ihrer Folgen entgegenstehen.

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Denn Frauen sind nicht nur reproduktionsbezogen, sondern auch erwerbsorientiert, können sich jedoch durch die Widersprüchlichkeit nicht in beiden Bereichen voll entfalten (Heintz et al. 1997: 27-28). Ostner stellt in einem späteren Artikel selbst auch fest, man solle in der heutigen Zeit besser von einem „reproduktionsbezogenen“ anstatt von einem „weiblichen“ Arbeitsvermögen sprechen (Ostner 1991). Gerade dieser letzte Punkt der subjektiven Doppelorientierung von Frauen wurde von Regina Becker-Schmidt mit der These der doppelten Vergesellschaftung aufgegriffen (Becker-Schmidt et al.

Schließlich wurde in bisherigen Studien in Deutschland der spezifische Beitrag der angebotsseitigen Theorien zur Erklärung der beruflichen Geschlechtersegregation noch nicht quantifiziert. So dürften die angebotsseitigen, insbesondere die ökonomischen Theorien in der heutigen Zeit kaum mehr in der Lage sein, die berufliche Geschlechtersegregation angemessen zu erklären. Denn trotz vieler positiver Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt, wie der Angleichung des Qualifikationsniveaus zwischen den Geschlechtern und einer zunehmenden beruflichen Orientierung und steigenden Erwerbsquote von Frauen, bleibt die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt bestehen.

Diese Differenzierungen gehen mit einer unterschiedlichen gesellschaftlichen Bewertung und geringeren Wertschätzung familienbezogener Tätigkeiten einher. Aus solchen geschlechtsspezifischen Zuschreibungen und Verwiesenheiten, nicht etwa aus einer biologisch gegebenen „weiblichen Natur“ heraus, resultiert ein geringerer Status für Frauen (Simmel 1985). Auch bei Ostner und Beck-Gernsheim (1978) sind der Gegensatz von Haus- und Erwerbsarbeit sowie geschlechtsspezifische Zuweisungen in diese beiden Lebensbereiche als ein Produkt der Moderne Ausgangspunkte ihrer Argumentation: Hausarbeit und Berufsarbeit werden als zwei gegensätzliche Bereiche definiert, die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten sowie hohe zeitliche Ressourcen erfordern.

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